Die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen steht vor einer großen Herausforderung. Der fortschreitende Klimawandel, das dramatische Artensterben und der enorme wirtschaftliche Druck auf unsere Höfe machen deutlich: Ein „Weiter so“ kann es nicht geben. Insbesondere unsere Böden müssen wir besser schützen. Dies gilt für die zunehmende Versiegelung als auch für den Schutz vor intensiver mechanischer und chemischer Behandlung. Mein Ziel im Landtag ist eine Agrarpolitik, die langfristig denkt und die Bewahrung unsere Lebensgrundlage in einem guten ökologischen Zustand als Voraussetzung für langfristiges Wirtschaften versteht.
Ich setze mich für eine ökologische Agrarwende ein. Das bedeutet konkret, dass wir den Ökolandbau in Nordrhein-Westfalen massiv ausbauen müssen. Bio-Landwirtschaft schützt unser Grundwasser, fördert die Bodenfruchtbarkeit und bietet den Betrieben durch wachsende Nachfrage und den Wunsch nach hohen Standards eine stabile Perspektive. Doch die Agrarwende ist nicht nur eine Frage der Anbaumethode. Wir müssen das Höfesterben stoppen. Anstatt ein System zu stützen, das durch die Logik „Wachsen oder Weichen“ kleine und mittlere Betriebe verdrängt, brauchen wir eine gezielte Förderung der bäuerlichen Vielfalt. Wir wollen, dass Agrarsubventionen künftig stärker öffentliche Leistungen belohnen. Wer Umwelt- und Klimaschutz betreibt, muss dafür fair entlohnt werden.
Ein besonderes Augenmerk lege ich auf den Artenschutz. Ohne Insekten gibt es keine Bestäubung und damit keine Ernte. Wir Grüne kämpfen für giftfreie Äcker und die Wiedervernetzung von Lebensräumen durch Hecken und Blühstreifen. Gleichzeitig müssen wir unsere Landwirtschaft klimaresilient machen. Das bedeutet Unterstützung bei der Anpassung an Dürren und Starkregen sowie den Schutz unserer Moore, die als natürliche CO2-Speicher unverzichtbar sind. Unsere Landwirtschaft wird ein Teil der Lösung bei der Bewältigung der Klimakrise.
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